Team-GW holt 2. Platz beim Mülheimer Drachenbootrennen

Neben Badminton, Volleyball und Fitness ist der VfB Grün Weiß Mülheim auch noch anderweitig aktiv. Unter dem Namen „Feuchte Federn“ nahmen wir nach langer Zeit mal wieder am Mülheimer Drachenbootrennen teil. Hier traten am Wochenende vom 12.-13.9. 104 Mannschaften von Firmen, Vereinen, Schulen und aus der Politik in 11 Cups gegeneinander an.

Am Sonntag trafen wir uns um 8 Uhr morgens an der Ruhrarena und bereiteten uns gemeinsam auf den ersten Vorlauf vor. Die Bahn erstreckte sich zwischen Eisenbahn- und Schloßbrücke auf einer Länge von ca. 300 Metern. Motiviert gingen wir in den ersten Vorlauf um 9:25 Uhr gegen drei andere gemischte Teams.

Mit dem Boot fuhren wir langsam zur Startlinie. Dann nur noch warten auf den Startschuss und los ging das erste Rennen. Nach einem holprigen Start paddelten wir mit aller Kraft und erreichten mit einer Zeit von 1:21 Minuten den zweiten Platz.

Zwei Stunden später nach gemeinsamem Essen und Trinken im grün-weißen Mannschaftspavillon startete unser Team auf Bahn 2 und landete erneut auf dem zweiten Platz – wieder 1:21 Minuten. Die Zeiten beider Vorläufe wurden addiert und wir qualifizierten uns für das A-Finale des RWW Cups!

Das letzte Rennen des Tages stand kurz bevor, das Finale. Und es sollte das spannendste werden. Ziel war der Sieg und eine Zeit unter 1:20 Minute. Alle waren hoch konzentriert und voller Ehrgeiz. Der Start und Übergang klappten dieses Mal viel besser als vorher. Den Großteil der Strecke waren alle vier Boote auf gleicher Höhe. Auf den letzten Metern gaben alle nochmal ihr Bestes. Kurz nach dem Zieleinlauf teilte die Rennleitung mit, dass die Zeiten der 4 Boote nur innerhalb einer Sekunde lagen. Am Ende landeten wir mit nur 0,3 Sekunden Rückstand hinter den GeSAARN Dragons mit 01:19,75 auf dem zweiten Platz. Das Ziel unter 1:20 Minuten war erreicht, dennoch hatte es nicht zum Sieg gereicht.

Anschließend wurde in einem 2.000-Meter-Verfolgungsrennen von Profis gezeigt, dass man auch noch länger als 1:21 Minuten mit so einem Drachenboot fahren kann. Eine eindrucksvolle Präsentation!!! Danach folgte die Siegerehrung, wo Pokale und Medaillen verliehen verliehen. Alle sind trotz des Regens noch einmal auf die Bühne und haben unseren Platz gefeiert. Der Tag war für alle Beteiligten anstrengend, aber erfolgreich, erlebnisreich und vor allem sehr lustig. Bis zum nächsten Mal!


Training im Nachwuchsleistungssport – Beispiel Dänemark

Am 29./30.08.2015 besuchte unser Trainer und sportlicher Leiter Daniel Küchler unter Leitung des Bundestrainers Damendoppel Diemo Ruhnow eine Trainerfortbildung in Esslingen bei Stuttgart. Als Referent fungierte der Däne Jacob Øhlenschlæger. Jacob ist seit 2013 als Bundestrainer Herren für das Mixed, Herrendoppel und Herreneinzel zuständig. Vor seinem Engagement beim DBV war er als Sportdirektor und leitender Trainer beim dänischen Elite-Club Greve Strands Badmintonklub tätig. Weiterhin referierte er bei der renommierten dänischen Elite-Trainer-Ausbildung.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die langfristige Entwicklung der Nachwuchsarbeit im Badminton am Beispiel von Konzepten aus Dänemark. Dänemark ist nicht nur im Erwachsenenbereich Weltspitze, sondern auch im Jugendbereich führend in Europa. In den zwei Tagen wurden viele Anregungen vermittelt und Unterschiede zwischen deutschen und dänischen Trainingsphilosophien herausgearbeitet. Weitere Inhalte waren das badmintonspezifische und koordinative Aufwärmen unter Aspekten des motorischen Lernens, moderne Schlagprinzipien sowie Lauftechnik auf dem Feld.

Fazit für Daniel ist die Erkenntnis, dass Deutschland realistische Chancen hat in die Weltspitze des Badmintons aufzusteigen. Laut Jacob liegt der Schlüssel hierfür in der deutschen Fähigkeit Strukturen zu schaffen. Weiterhin ist Deutschland mit über 80 Mio. Menschen das einwohnerstärkste Land in Europa nach Russland, was ein großes Potenzial birgt Talente zu finden. Man muss sie nur suchen…

Unterm Strich ein gelungenes Wochenende mit vielen Eindrücken, Anregungen und neuen Kontakten, welches sicherlich Einfluss auf die Entwicklung unserer Badmintonabteilung nehmen wird!