Philipp Volovnik Westdeutscher Meister U17 im Doppel und Einzel

Philipp Volovnik Westdeutscher Meister U17 im Doppel und Einzel

Am vergangenen Wochenende (30./31.10.2021) fanden in der Westenergie Sporthalle in Mülheim an der Ruhr die Westdeutschen Meisterschaften der Altersklassen U13 – U19 statt. Die Altersklasse U11 wurde nicht separat ausgespielt, sondern war in die Wettbewerbe U13 integriert. Ausrichter war der TSV Heimaterde, der – wie der 1. BV Mülheim und der VfB Grün-Weiß Mülheim – Nachwuchstalente aus Mülheim an den Start schicken konnte.

Vom VfB Grün-Weiß Mülheim konnten sich mit Dana Arnold, Amra Bourakkadi, Till Feldermann, Jonathan Hollenberg, Ian Hosenfeld, Hannah Kolodzie, Noah Mosko, Marie Salzmann, Tom Soballa und Philipp Volovnik zehn Spielerinnen und Spieler für das Turnier qualifizieren, zum Teil in mehreren Disziplinen.

Herausragend präsentierte sich Philipp Volovnik, der es gleich in zwei Disziplinen ins Finale schaffte – und gewann:

Im Jungendoppel U17 gewann er zusammen mit Johann Sufryd (1.BV Mülheim) das Finale gegen Justin Dang/Philipp Euler (STC BW Solingen/TV Refrath) in drei spannenden Sätzen (16:21, 21:17, 21:16).

Im Jungeneinzel U17 gewann er im Finale gegen den an eins gesetzten Julian Strack (TV Refrath) deutlich in zwei Sätzen (21:17, 21:11).

Amra Bourakkadi schaffte es an der Seite von Marie Sophie Stern (Spvgg.Sterkrade-N.) ins Endspiel des Mädchendoppels U17, das allerdings dann gegen Sophie Heidebrecht/Julia Lüttgen (PSV Gelsenk.-Buer/Kölner FC BG) mit 19:21, 16:21 verloren ging.

In den weiteren Wettbewerben war für den grün-weißen Nachwuchs zwar spätestens im Halbfinale das Turnier beendet, allein die Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften ist jedoch Motivation genug für die Arbeit an der eigenen sportlichen Entwicklung.

Alle Ergebnisse: https://www.turnier.de/sport/tournament?id=56E956B6-0DD2-483B-AEB7-85F53E18B38D

Das Topspiel der Regionalliga West – Grün-Weiß Mülheim gegen Phönix Hövelhof verschoben

Das Topspiel der Regionalliga West – Grün-Weiß Mülheim gegen Phönix Hövelhof verschoben.

Beide Mannschaften mussten kurzfristig Spielerausfälle kompensieren und kamen überein, an einem späteren Termin ist Bestbesetzung gegeneinander anzutreten. Das Sonntagsspiel gegen Gladbeck fand jedoch statt.

Grün-Weiß Mülheim 1 hatte am Sonntag den Gladbecker FC zu Gast

Ausgerechnet Punktegarant Vasily Kuznetsov musste gesundheitsbedingt pausieren.

So kam Luca Folgmann zu seinem ersten Regionalligaeinsatz im Doppel und im Mixed.

An der Seite von Alexander Roovers schlug er im zweiten Herrendoppel auf.

Der Erste Satz ging mit 19:21 an die Gladbecker Maik-Oliver Abels/Johann Burmester.

Den zweiten Satz gewann das Mülheimer Doppel mit 21:18. Im dritten Satz konnten sich jedoch die Gäste aus Gladbeck mit 15:21 durchsetzen.

Das erste Herrendoppel für Grün-Weiß bestritten Björn Joppien und Chenyang Jiang gegen Nils Wackertapp/Maximilian Große-Kreul, konnten ihre Bestform jedoch nicht abrufen. Gladbeck sicherte sich in zwei Sätzen den zweiten Spielpunkt.

Im Damendoppel spielte Sarah Molodet an der Seite von Lea-Lyn Stremlau gegen Yvonne Abels/Monika Kania. In drei Sätzen erkämpften Stremlau/Molodet den ersten Spielpunkt für die Gastgeber.

Alexander Roovers spielte zum ersten Mal seit seiner Verletzungspause vor zwei Jahren wieder ein Einzel. Gegen Nils Wackertapp fand er im ersten Satz noch keine Mittel und verlor deutlich mit 12:21. Im zweiten Satz wurde Roovers immer sicherer und es sah so aus, als könne er das Spiel drehen, aber Wackertapp brachte auch diesen Satz mit 21:23 nach Hause und sicherte Gladbeck einen weiteren Spielpunkt zum Zwischenstand von 1:3.

Im dritten Herreneinzel stand der 16jährige Philipp Volovnik dem Gladbecker Johann Burmester gegenüber. In drei mitreißenden Sätzen kämpfte Volovnik um seinen ersten Spielgewinn in der Regionalliga. Es fehlte nicht viel. Am Ende musste er sich dem erfahrenen Burmester dann doch geschlagen geben (22:20, 17:21, 19:21).

Routinier Björn Joppien sorgte dann mit einem glatten Zweisatzsieg wieder für Licht am grünweißen Horizont: Er gewann gegen Maik-Oliver Abels mit 21:16, 21:15.

Dennoch: vor den letzten beiden Spielen stand es 2:4 für Gladbeck.

Laura Wich legte selbstbewusst nach, machte ihr Spiel und gewann das Dameneinzel gegen Monika Kania mit 21:17, 21:8.

Mit einem Sieg im abschließenden Mixed war ein Remis wieder in Reichweite.

Da lastete mächtig Druck auf Luca Folgmann, der neben Lea-Lyn Stremlau gegen das Gladbecker Mixed Maximilian Große-Kreul/Yvonne Abels aufschlug.

Dementsprechend gab es beim Mülheimer Mixed anfangs noch ein paar Unsicherheiten und der erste Satz ging mit 17:21 verloren.

Dann jedoch war der Knoten geplatzt und Folgmann/Stremlau marschierten durch die beiden folgenden Sätze (21:11, 21:9).

Verrückte“ Tabelle

Durch die Punkteteilung rutscht Grün-Weiß in der Tabelle auf den vierten Platz, allerdings mit einem Spiel weniger, als die direkte Konkurrenz. Die Mannschaft von Phönix Hövelhof ist aktuell Dritter. Sie verlor ersatzgeschwächt ihr Heimspiel gegen den TV Refrath, der damit die Tabellenführung übernahm. Auf den zweiten Tabellenrang schob sich der BC Hohenlimburg mit einem Sieg in Wesel.

Die ersten vier Mannschaften sind sehr eng beieinander“, so der GW-Vereinsvorsitzende Sven Anstötz nach dem Spiel: „Mit einem Sieg im nächsten Spiel gegen Lüdinghausen wären wir wieder Punktgleich mit dem Tabellenführer“.

Das erscheint nicht unrealistisch. Lüdinghausen hat noch kein Spiel gewonnen – aber auch noch ein Spiel weniger gespielt. Verrückte Tabelle.

Alle Ergebnisse:https://www.turnier.de/sport/league/match?id=915EE244-50FD-429B-B7C8-C02CDB0B3AA1&match=124

VfB Grün-Weiß weiter auf Platz zwei der Tabelle

Mit einem 7:1 Heimsieg gegen den Badminton Club Phönix Hövelhof am vergangenen Samstag, konnte die grün-weiße Erstvertretung den 2. Tabellenplatz in der Regionalliga verteidigen.

GW-Coach Vasily Kuznetsov konnte diesmal wieder ein Doppel mit Alexander Roovers planen. Kuznetsov brachte mit Tian-Cheng Xu und Christian Bauer erneut zwei Spieler der Grün-Weiß Reserve und ging taktisch auf Risiko. Dies sollte belohnt werden:

Punkte für die Mülheimer holten:

Vasily Kuznetsov/Alexander Roovers im 1. Herrendoppel gegen Michael Berkemeier/Sven Falkenreich (21:12, 21:19)

Die Grün–Weiße Fangemeinde sah eine Partie, in der die beiden Mülheimer den ersten Satz dominierten, zum Ende des zweiten Satzes etwas wackelten, aber dann doch ihre Erfahrung und überlegene Technik ausspielen konnten.

Lea-Lyn Stremlau/Laura Wich im Damendoppel gegen Doreen Kortmann/Hannah Schiwon (17:21, 21:1421:15).

Aus Mülheimer Sicht sah es anfangs gar nicht so gut aus. Das grün-weiße Gespann kam gegen die schnell und aggressiv angreifenden Hövelhoferinnen nicht so recht ins Spiel. Mit geänderter Taktik drehten Stremlau/Wich das Spiel in den folgenden Sätzen und gewannen mit 17:21, 21:14, 21:15.

Malik Bourakkadi/Christian Bauer im 2. Herrendoppel gegen Marco Meiwes/Theo Steinwart (21:17, 21:17).

Ein Doppel nach dem Geschmack des Publikums waren der erst 17jährige Malik Bourakkadi – der in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat – an der Seite von Routinier Christian Bauer, der aus der dritten Mannschaft nachgerückt war. „Meine größte Sorge war, dass ich dem jungen Mann seine 100% Quote kaputt machen könnte“, so Bauer nach dem Spiel, „schließlich bin ich dreimal so alt wie Malik“. Dazu sollte es nicht kommen. Beflügelt von der lautstarken Unterstützung des heimischen Publikums gelang ihnen ein glatter Zweisatzsieg zum Zwischenstand von 3:0 nach den Doppeln.

Laura Wich im Dameneinzel gegen Hannah Schiwon (19:21, 21:15, 21:9)

Wich hatte gegen die schnelle Linkshänderin Schiwon Probleme mit ihrem eigenen Spielaufbau. Wie bereits im Damendoppel ging der erste Satz an Hövelhof, bis Wich ihre Taktik auf die Spielweise ihrer Gegnerin einstellen konnte. Danach gewann Wich die folgenden Sätze deutlich.

Malik Bourakkadi im 1. Herreneinzel gegen Theo Steinwart (21:12, 21:10).

Mit Spannung wurde erwartet, wie sich Bourakkadi gegen den als stark eingeschätzten Hövelhofer ersten Herren schlagen würde. Steinwart attackierte immer wieder und setzte Bourakkadi unter Druck. Die präzisen und fast fehlerfreien Returns des Mülheimer „Mr. 100%“ ließen Steinwart jedoch schier verzweifeln. Bourakkadi gewann deutlich, behielt seine „weiße Weste“ und strahlte anschließend mit Christian Bauer um die Wette.

Christian Bauer im 3. Herreneinzel gegen Michael Berkemeier (10:21, 22:20, 21:12)

Bauer sollte mit diesem Spiel für den Gesprächsstoff der nächsten Wochen sorgen: Beim Zwischenstand von 5:3 nach Spielen war die Partie für Grün-Weiß bereits gewonnen. Der Druck war also eigentlich raus und so wunderte sich niemand, dass Bauer den ersten Satz mit 10:21 abgab. Er hatte jedoch seinen Gegner „gelesen“ und bei diesem eine Schwachstelle entdeckt, die Bauer nun seinerseits attackierte. Berkemeier hielt mit aller Kraft dagegen, vermutlich um einen dritten Satz zu vermeiden. Die Zuschauer spürten diesen besonderen Moment und feierten jeden Punkt in diesem „Kampf zweier Riesen“, sind doch beide Protagonisten beeindruckende zwei Meter groß. Mit dem äußerst knappen Gewinn des zweiten Satzes hatte Bauer nun das psychologische Moment für sich. Und das Publikum hinter sich. Konzentriert spielte Bauer den dritten Satz herunter und gewann das Spiel.

Vasily Kuznetsov/Lea-Lyn Stremlau im Mixed gegen Sven Falkenreich/Doreen Kortmann (17:21, 21:19, 21:10)

Offenbar spielt man in Hövelhof Badminton auf eine andere, eine spezielle Art und Weise. Kuznetsov/ Stremlau hatten im Mixed ebenfalls Probleme, in ihr Spiel zu finden und mussten gar den ersten Satz abgeben. Im zweiten Satz erkämpfte sich das grün-weiße Paar ein knappes 21:19. Im Entscheidungssatz war dann der Knoten geplatzt und mit einem 21:10 der Spielpunkt gesichert.

Aus der VfB Reserve war wieder Tian-Cheng Xu nachgerückt. Im zweiten Herreneinzel hatte er mit 14:21, 11:21 das Nachsehen gegen Marco Meiwes, der damit der Ehrenpunkt für Hövelhof sicherte.

Mit diesem 7:1 Endergebnis steht Grün-Weiß weiter auf dem zweiten Tabellenplatz. Gegner der nächsten Heimbegegnung am 18. Oktober in der Halle der Otto-Pankok-Schule ist der Tabellenführer, der 1. BC Wipperfeld.

VfB Grün-Weiß auf Platz zwei der Tabelle

VfB Grün-Weiß auf Platz zwei der Tabelle

Nach einem 5:3 Auswärtssieg beim Gladbecker FC am vergangenen Dienstag, konnte sich die grün-weiße Erstvertretung in der Tabelle nach oben spielen.

Punkte für die Mülheimer holten:

Vasily Kuznetsov/Malik Bourakkadi im 1. Herrendoppel gegen Steffen Hohenberg/Nils Wackertapp (18:21, 17:21)

Die mitgereiste Grün–Weiße Fangemeinde sah eine offene Partie, in der die beiden Mülheimer zum Satzende hin jeweils noch etwas zulegen konnten.

Lea-Lyn Stremlau/Sarah Molodet im Damendoppel gegen Sarah Bergedick/Carina Lange (20:22, 21:17, 11:21).

Aus Mülheimer Sicht sah es bis zum Ende des zweiten Satzes gar nicht so gut aus. Dann drehte das grün-weiße Gespann im Entscheidungssatz richtig auf.

Malik Bourakkadi im 1. Herreneinzel gegen Nils Wackertapp (5:21, 19:21).

Wackertapp hatte den ersten Satz verschlafen, setzte dann im zweiten Satz alles daran, das Spiel noch zu drehen. Dies schien auch im Bereich des Möglichen. Als er jedoch beim Stand von 19:19 in aussichtsreicher Position den Ball nicht traf, nutzte Bourakkadi diesen „Big Point“ und brachte das Spiel nach Hause.

Laura Wich im Dameneinzel gegen Sarah Bergedick (15:21, 18:21).

Wich hatte mit der körperlich überlegenen Bergedick mehr Probleme, als das Ergebnis vermuten lässt. Mit hohen langen Bällen war die Gladbeckerin nicht zu knacken. Wich variierte ihre Taktik und konnte letztlich ihre läuferische Überlegenheit ausspielen.

Vasily Kuznetsov/Lea-Lyn Stremlau im Mixed gegen Malte Demond/Carina Lange (18:21, 17:21).

Eine sehenswert hochklassige und lange Zeit völlig offene Partie, in der auch Grün-Weiß Ikone Vasily Kuznetsov seine Filigrantechnik bisweilen aufgeben musste, um einfach nur zu schmettern. Und Lea-Lyn Stremlau war stets zur Stelle, um zu kurz abgewehrte Bälle in Punkte zu verwandeln.

Aus der VfB Reserve waren wieder Philipp Volovnik und Hong Kai Len nachgerückt. Im zweiten Herrendoppel hatten die Beiden gegen die Gladbecker Maik-Oliver Abels und Malte Demond jedoch keine Chance und verloren mit 21:10, 21:10.

Der in Mülheim noch bestens bekannte und für Gladbeck aufschlagende Routinier Steffen Hohenberg hatte dann im 3. Herreneinzel auch mit Hong Kai Len keine Probleme und gewann mit 21:8, 21:10.

Das 2. Herreneinzel zwischen Maik-Oliver Abels und Philipp Volovnik sollte jedoch zum Krimi avancieren. Zunächst sah es so aus, als wollte Abels seinem Kontrahenten zeigen, wie groß die Spielfelder in Gladbeck sind: Er schickte Volovnik von einer Ecke in die andere, bis er den Punkt sicher machen konnte – und gewann den ersten Satz deutlich mit 21:14.

Volovnik merkte sich diese Taktik und drehte im zweiten Satz den Spieß um und gewann diesen mit 17:21. In endlos langen Ballwechseln gingen die Spieler im Entscheidungssatz bis an ihre Leistungsgrenze, um jeweils den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Abels lag zwischenzeitlich zurück, hatte schlussendlich wohl die besseren Nerven und schaukelte das Spiel nach Hause (21:19). Beide Spieler wurden von den Zuschauern anschließend lautstark gefeiert.

Mit diesem 5:3 Endergebnis steht Grün-Weiß aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz. Das liegt auch an den unterschiedlichen Spieltagen in der Regionalliga. So kann sich das am kommenden Wochenende schon wieder ändern. Gegner der nächsten Heimbegegnung am 3. Oktober in der Halle der Otto-Pankok Schule ist der BC Phönix Hövelhof.

Alle Ergebnisse: https://www.turnier.de/sport/teammatches.aspx?id=1EE9AE51-2B4E-41A0-9815-381422DC24EC&tid=759

Lokalderby endete mit einem Remis

Lokalderby endete mit einem Remis

Die Regionalligasaison im Badminton begann am letzten Samstag mit der Begegnung 1.BV Mülheim 2 gegen VfB Grün-Weiß Mülheim 1.

Dank an den Gastgeber

Damit möglichst viele Zuschauer das Derby miterleben können, hatten beide Vereine im Vorfeld  „coronataugliche“ Rahmenbedingungen erarbeitet. So wurde schon eine Stunde vor Spielbeginn mit der Zuweisung der Sitzplätze begonnen. Bertold Altenbeck vom Gastgeber 1. BVM erläuterte in seiner bekannt burschikosen Art die einzuhaltenden Regeln, Anna Franck vom Gastverein Grün-Weiß Mülheim kümmerte sich geduldig um die Vervollständigung der bereits vorab online erstellten Besucherlisten. Die Besucher nahmen die strikten Regelungen mit Humor und so konnte es gegen 19:30 Uhr los gehen.

„Unser Dank geht an den Gastgeber 1. BV Mülheim und an den Mülheimer Sportservice“, so Grün-Weiß Vorstand Sven Anstötz, „Man hätte das Derby auch als normales Ligaspiel ohne viele Zuschauer durchführen können.“ Offenbar hatten jedoch alle Verantwortlichen den besonderen Reiz der Begegnung erkannt. Wie richtig sie damit lagen, konnte man an der schnell wachsenden Zahl der Onlineanmeldungen erkennen, so dass zweimal eine größere Halle angefragt werden musste – und gebucht werden konnte.

Spannung pur – bis zur letzten Minute

Sportlich und emotional glich der Abend einer Achterbahnfahrt. Mehr kann man von einem Derby kaum erwarten. Das Endergebnis kam buchstäblich mit dem letzten Spielpunkt zu Stande. Aber der Reihe nach …

Alexander Roovers’ Comeback

Die Überraschung des Abends war sicher der erste Aufschlag von Alexander Roovers nach seiner schweren Verletzung, erstmals für seinen neuen Verein Grün-Weiß Mülheim. Ein erster Einsatz nur im Doppel, an der Seite von Vasily Kuznetsov. Der hatte gerade die DBV-Doppelrangliste gewonnen. Roovers mit Kuznetsov – das schien ein guter Plan zu sein … der zunächst auch aufging. Der erste Satz ging mit 18:21 an Grün-Weiß. Im zweiten Satz konnten jedoch Jonathan Rathke und Jarne Schlevoigt die bei Roovers noch bestehenden Schwachstellen offen legen und das Spiel mit 21:19 und 21:17 drehen.

Damendoppel geht an 1. BVM

Lea-Lyn Stremlau und Sarah Molodet sollten nun für Grün-Weiß den ersten Spielpunkt erobern, kamen aber nicht so recht ins Spiel. Julia Meyer und Jasmin Wu ließen sich in heimischer Halle nicht die Butter vom Brot nehmen und brachten den ersten Satz sicher mit 21:17 nach Hause. Auch im zweiten Satz lagen die BVM-Damen zunächst vorn, bis es zum Ende dann ganz knapp wurde. Mit 23:21 konnten sich Meyer/Wu schließlich dann doch den zweiten Spielpunkt sichern.

Kurioses zweites Herrendoppel holt ersten Punkt für Grün-Weiß

Thies Wiediger ist Stützpunkttrainer an der Südstraße. Fest in einer Mannschaft zu spielen ist ihm beruflich nicht möglich, aber wenn „Not am Mann ist …“ Malik Bourakkadi trainiert am Stützpunkt, ist nicht einmal halb so alt und spielt – nennen wir es – ein „anderes“ Badminton. Zumindest im Doppel.

Und doch sollte es so kommen: Der jüngere der Kuznetsovbrüder, Alexandr, sollte eigentlich spielen, hatte auch bereits ein Visum und durfte aktuell dann coronabedingt doch nicht einreisen. Die zweite Mannschaft hätte mit guten Spielern aushelfen können, nur nicht an diesem Tag. Sie hatte ihrerseits ein schwer einzuschätzendes Auftaktspiel in der Landesliga.

Wiediger/Bourakkadi spielten im zweiten Herrendoppel gegen Czekay/Cammertoni mit einer Taktik, die darauf ausgelegt war, das Tempo aus der Partie zu nehmen. Dazu eine Feldaufteilung, die an die Mixedaufstellung vergangener Epochen erinnerte: Bourakkadi schmetterte unentwegt und grub alle Bälle aus. Wiediger machte am Netz den ein oder anderen „Damenpunkt“. Und der erste Satz ging tatsächlich mit 22:24 an das ungleiche grün-weiße Gespann. Im zweiten Satz machte das BVM-Doppel sofort richtig Druck, spielte den Gegner ein ums andere Mal aus und gewann den Satz überzeugend mit 21:13. Das Spiel schien gelaufen. Doch Wiediger/Bourakkadi hatten plötzlich einen Lauf, fanden zurück zu ihrer Taktik, machten kaum noch Fehler  –  und gewannen den Entscheidungssatz ebenfalls deutlich mit 15:21. Es stand 2:1 nach Spielen.

Deutliche Siege für den 1. BVM in den Herreneinzeln 2 und 3

Aus den oben geschilderten Gründen musste Grün-Weiß auf Spieler der dritten Mannschaft zurück greifen, die an diesem Tag spielfrei war.

So war denn Moritz Cammertoni eine Nummer zu groß für Tien-Chen Xu, der jedoch ein ordentliches Spiel ablieferte. Cammertoni gewann die Partie deutlich mit 21:14 und 21:13 und holte den dritten Punkt für den 1. BVM.

 

Im dritten Herreneinzel stand für den 1. BVM Jackie Tran gegen Christian Bauer. Tran gewann den ersten Satz mit 21:19 und den zweiten dann deutlich mit 21:14.

Beim Zwischenstand von 4:1 für den 1. BV Mülheim sah es dann doch nach einem „standesgemäßen“ Spielverlauf aus.

Grün-Weiß kommt zurück

Das erste Herreneinzel zwischen Pasquale Czeckay und Malik Bourakkadi hätten wohl die  meisten Zuschauer für den 1. BVM gewettet. Bourakkadi – ein außergewöhnlicher Jugendspieler – aber erstes Einzel in der Regionalliga? Mit breiter Brust aus dem zuvor gewonnenen Doppel gewinnt er den ersten Satz gegen Czeckay knapp mit 20:22 und legt im zweiten Satz noch eins drauf und gewinnt mit 14:21. Geht da noch ein Remis?

Laura Wich ist aus grün-weißer Sicht ein ziemlich sicherer Punkt im Dameneinzel. Gegen die Lokalmatadorin Jasmin Wu gewinnt sie den ersten Satz deutlich mit 12:21 und es keimen erste Hoffnungen auf, doch noch das Remis zu erreichen. Wu holt sich jedoch mit 21:18 den zweiten Satz und liegt im dritten Satz gar mit sechs Zählern vorn. Dann sehen die Zuschauer eine Laura Wich, die – wie im Tunnel – sagenhafte neun Punkte in Folge macht und mit 19:16 in Führung geht. Beide Spielerinnen sind nach einem weiteren, ewig langen Ballwechsel (bei dem Wu noch einmal verkürzen kann) völlig erschöpft und müssen kurz pausieren. Schließlich gelingt es Wich, den Satz mit 19:21 zu gewinnen.

Es steht 4:3 für den 1. BVM.

Die grün-weiße Fangemeinde beginnt bereits, das Remis zu feiern, denn: Vasily Kuznetsov und Lea-Lyn Stremlau sind eine Bank. Um so größer ist der Schreck, als das BVM-Mixed Jarne Schlevoigt und Julia Meyer den ersten Satz deutlich mit 21:11 gewinnt. Den zweiten Satz holen sich Kuznetsov/Stremlau mit 9:21 zurück. Der dritte Satz wird zum  offenen Schlagabtausch und es ist Stremlau, die in dieser Phase die Nerven behält und die wichtigen Punkte macht. Mit 19:21 geht der dritte Satz knapp an Grün-Weiß. Remis.

Fazit

Es war das Badmintonfest, das sich alle erhofft hatten. Weil alle an einem Strang zogen. Das Unentschieden ist für ein Derby wohl das beste Ergebnis: Keiner hat verloren – der Sport hat gewonnen.

Und noch eine Notiz am Rande: Am nächsten Tag gewannen Jarne Schlevoigt und Malik Bourakkadi zusammen ein Doppelranglistenturnier. Geht’s besser?