Knapper Heimsieg war nichts für schwache Nerven – Grün-Weiß gewinnt gegen Münster 5:3

Tabellenführung erneut verteidigt

Die grünweiße Erstvertretung hatte am vergangenen Samstag den Tabellensiebten aus Münster zu Gast. Die Münsteraner stehen damit zwar aktuell auf einem Abstiegsrang, machen sich aber berechtigte Hoffnung auf den Sprung ins Mittelfeld zumal in dieser Liga fast jeder jeden schlagen kann.

Malik Bourakkadi stand Grün-Weiß nicht zur Verfügung – er spielte im schwedischen Uppsala für die Deutsche Jugendnationalmannschaft. Für ihn rückte erneut Aleksandr Kuznetsov ins Team. Wieder am Start war Laura Wich. Sie hatte verletzungsbedingt pausieren müssen. (Dadurch konnte Mia Cammertoni noch einmal für die parallel spielende zweite Mannschaft des VfB Grün-Weiß aufschlagen. Auch dort wird jeder Punkt gebraucht.)

Laura Wich und Lea-Lyn Stremlau hatten im Hinspiel in Münster das Damendoppel noch knapp gewinnen können. Elisa Spreemann und Corinna Moser drehten nun den Spieß um und entführten mit 17:21, 21:14 und 13:21 einen ersten Spielpunkt aus der Kleiststraßenhalle.

Im ersten Herrendoppel setzten sich erwartungsgemäß Vasily Kuznetsov und Leander Adam gegen Tim Porps und David Beiing mit 21:14 und 21:17 durch
Das zweite Herrendoppel gewannen Boi Roluf Schröder und Aleksandr Kuznetsov – nachdem es im ersten Satz noch gewackelt hatte – gegen Stefan Oertker und Lukas Fisch mit 25:23 und 21:10.

Im ersten Herreneinzel fand Boi Roluf Schröder kein Mittel gegen die offensive Spielweise des Münsteraners Tim Porps und verlor in zwei Sätzen mit 18:21 und 15:21.
Vasily Kuznetsov und Lea-Lyn Stremlau brachten Grün-Weiß mit einem 21:12 und 21:7 im Mixed gegen Lukas Fisch und Elisa Spreemann wieder in Führung.

Aleksandr Kuznetsov begann sein drittes Herreneinzel mit einem 21:11 im ersten Satz gegen Stefan Oertker. Im zweiten Satz steigerte sich der Mann aus Münster und konnte den zweiten Satz mit 18:21 gewinnen. Der Entscheidungssatz wurde zum Krimi. Im offenen Schlagabtausch, mit Emotionsausbrüchen auf beiden Seiten, vom Publikum frenetisch angefeuert, kämpften Kuznetsov und Oertker um jeden Ball – bis an den Rand der Erschöpfung. Am Ende gelang es Stefan Oertker, mehr als einen Punkt davon zu ziehen und mit 21:23 den Satz und das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Beim Stand von 3:3 war die Begegnung wieder völlig offen.

Leander Adam behielt die Nerven und gewann das zweite Herreneinzel souverän gegen David Beiing mit 21:11 und 21:13.

Es stand 4:3 nach Spielen.

Im Dameneinzel – dem letzten Spiel des Tages – sollte es noch einmal spannend werden: Laura Wich hatte eine Weile pausieren müssen und im Doppel war es noch nicht ganz rund gelaufen. Mit einem 21:11 im ersten Satz gegen Corinna Moser machte Wich aber sofort deutlich, dass sie den Siegpunkt für Grün-Weiß einfahren wollte. Moser drehte im zweiten Satz jedoch richtig auf, spielte ihre körperliche Überlegenheit aus und erkämpfte sich mit einem 19:21 den dritten und entscheidenden Satz. Es drohte der erste Punktverlust der Saison.

Würde Laura noch einmal gegenhalten können? Das Publikum harrte aus und schaute gebannt auf eine Laura Wich, die sich wie in einen Rausch spielte. Wich blieb die Anfangsphase „im Tunnel“, brachte selbst „unmögliche“ Bälle zurück – und wechselte die Seiten beim Stand von 11:1 – unglaublich. Dann, beim Stand von 20:7, Matchball, ausgepowert, plötzlich liegen die Nerven blank, ein Punkt noch … Corinna Moser erkennt ihre Chance, greift noch mal an, macht vier Punkte in Folge. Dann gelingt Wich der Matchball.

Damit bleibt Grün-Weiß Mülheim weiter an der Tabellenspitze, Verfolger Lüdinghausen lässt jedoch nicht locker und bleibt (nach einem Sieg gegen Friedrichsdorf) den Grün-Weißen mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Fersen.

Alle Ergebnisse: https://www.turnier.de/sport/league/draw?id=90C87F62-E73A-4037-9A55-E33A01FEA716&draw=4